Ghana: Von der Sklavenfort-Küste über Shopping-Malls in die Volta-Berge.

Ghana ist „Africa for Beginners“. Sicher, stabil, halbwegs entwickelte Infrastruktur, nette Sehenswürdigkeiten und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. An unserem ersten Stopp am Strand von Busua treffen wir das erste Mal wieder auf Backpacker. Das gemütliche Strandleben wird nur kurz getrübt, als Lukas für einen Malariatest das Krankenhaus besucht. Der Test fällt zum Glück negativ aus, nach ein paar Tagen Antibiotika sind die Magen-Darm-Probleme wieder im Griff. Wir fahren nach Takoradi, wo uns der nette Amerikaner Matt seine Hubschrauber-Basis auf einem Militärflugplatz zeigt, von wo aus täglich die Ölplattformen vor der Küste angeflogen werden. Leider hat die „Gold Coast“ Ghanas eine traurige Vergangenheit, denn von dort aus wurde ein Großteil des Sklavenhandels abgewickelt. Entlang der Küste befinden sich mehrere hundert Sklaven-Forts und Burgen. Wir besuchen die beiden größten bei El Mina und Cape Coast, ein beeindruckendes aber hauptsächlich übel-bedrückendes Erlebnis. In der Hauptstadt Accra genießen wir dann die westlichen Annehmlichkeiten in vollen Zügen: Einkaufen in einer Mall, Pizza-Marathon im Pizza Hut, Kino… Nach drei Monaten in kaum entwickelten Ländern tut das wirklich gut! 🙂 Leider nimmt die Regensuppe weiter zu. Auch der Alltag mit den Afrikanern ist nicht immer leicht. Sie sagen aus Freundlichkeit selten „Nein“, es ist immer alles easy und no Problem. Am Ende klappt natürlich nichts oder die Info ist falsch. Dennoch sind die Ghanaer unfassbar nett, gastfreundlich und gut drauf. Verrückt sind sie allerdings beim Thema Religion, in jedem noch so kleinen Dorf finden sich mindestens zehn christliche Kirchen. So ein Gottesdienst kann aber auch ganz nett sein, teilweise wird einfach nur zwei Stunden zu einer Jam-Session getanzt. Unser weiterer Weg führt uns in die Volta-Region im Landesinneren, früher Teil des deutschen Kolonialgebietes „Togoland“. Dort besuchen wir die wunderschönen Wli-Wasserfälle, wandern in den Bergen und relaxen in der Lodge von zwei Allgäuer Auswanderern, die es von Immenstadt nach Ghana verschlagen hat. Als Nächstes halten wir in Tamale im Norden des Landes. Dort ist es scheiß heiß, tagsüber um die 40 Grad, Nachts um die 30… Phu! Und so wird es erst einmal bleiben.

Leute, schnappt euch den Rucksack und fliegt nach Ghana. Man kann hier Afrika ausnahmsweise auch ohne eigenes Auto erleben. Es lohnt sich und ist mal was anderes, als Südost-Asien.

Jetzt endlich die Bilder. Es kann etwas dauern, bis alle geladen sind.

4 Kommentare

  1. Hallo Zusammen

    Es macht sehr viel Spaß eure Berichte zu lesen, echt toll! Das was ihr erlebt
    kann euch keiner nehmen.
    Wir sind auch Buschtaxi Fahrer und würden das später auch gerne machen.
    Und darum: Alle Achtung für euren Mut so etwas durchzuziehen.
    Ich wünsche euch alles Gute für die Weiterfahrt und das der HJ60 keine Probleme macht

    Grüße aus Aachen

  2. Hallo Anja und Lukas.
    Das gehört mittlerweile zu meinem fixen Wochenprogramm. Ein wenig durch die Berichte und Fotos mit Euch in diesem fernen Kontinent Afrika unterwegs zu sein – die Natur-Schönheiten zu bewundern, über das Leben dort zu staunen aber auch von Euch die Problematiken der Menschen und der Länder zu erfahren. Mein Kompliment und meinen herzlichen Dank an Euch für Eure wunderbare Art der Berichterstattung, für die tollen Fotos und lebensnahen Eindrücke die Ihr vermittelt.
    Offensichtlich geht es Euch beiden auch gut damit – Ihr macht mir jedenfalls aus der Ferne einen Top-Eindruck 😉 …… Euer Kilometerfresser auch (der läuft und läuft)!!! Ich wünsche Euch von Herzen dass das auf Eurer weiteren Reise so bleibt und Ihr immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort seid. Seid beschützt und habt weiterhin eine gesunde, erlebnisreiche und glückliche Zeit.
    Apropos …. von den 40 Grad Hitze könntet Ihr uns was schicken – bei uns heute am 1. Mai erneuter Wintereinbruch – Maiausflug fällt ins Wasser bzw. in den Schnee ***
    Erika mit Roland … wir drücken Euch!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.