Guinea-Bissau: Aus dem Dschungel in den größten Karneval Westafrikas.

Urlaub in einem „Failed State“? Ja bitte, gerne. Vom Senegal aus reisen wir problemlos in Guinea-Bissau ein. Das Armenhaus Westafrikas trägt den unrühmlichen Beinamen „Narco State“, denn das Kokain aus Südamerika macht hier eine wichtige Zwischenstation. Nachts sollen die größeren Landstraßen öfters in Landebahnen für die Koksjets umgewandelt werden… Der letzte Militärputsch fand im Jahr 2012 statt. Aktuell hat das Land keine richtige Regierung, trotz diesem Chaos und einer blutigen Vergangenheit ist das Reisen für uns sicher und die Menschen sind wahnsinnig nett. Außerdem haben wir selten so viele junge Menschen auf einem Haufen gesehen, das Durchschnittsalter beträgt gerade einmal 16 Jahre. Zunächst fahren wir über üble Dschungelpisten in den Nationalpark Cantanahez im Süden des Landes. In einem Dschungel-Dorf erleben wir das traditionelle Leben und erkunden die Wälder. Außer ein paar angehenden europäischen Affen-Forschern sind keine Weißen hier, Touristen hat man schon lange nicht mehr gesehen. Von dort geht es zurück in die Hauptstadt, denn der Karneval in Bissau steht vor der Tür. Wir erleben ein paar verrückte Tage. Bissau ist bekannt für seine alkoholgetränkten und langen Partynächte, der Fasching bildet dabei den alljährlichen Höhepunkt. Besonders gespannt sind wir auf den großen Umzug. Er soll am Samstag stattfinden, 16 Uhr, dann 17 Uhr, dann 18 Uhr. Es findet am Samstag kein Umzug mehr statt. Dann soll er am Sonntag stattfinden. Er findet schließlich am Montag Nachmittag statt, Afrika halt. Aber das Warten lohnt sich. Die Straßen sind gesperrt, die Stadt ist im Ausnahmezustand, überall brodelt die Party und der Umzug ist eine fröhliche, bunte, laute Sinnesüberflutung.

Jetzt aber endlich die Bilder. Es kann etwas dauern, bis alle geladen sind.

2 Kommentare

  1. Ja unglaublich, eure Bilder! Was für Strassen und Brücken und Bäume und Dschungel! Dass ihr da überhaupt durchgekommen seid! Und was für unwahrscheinlich schwarze und schöne Menschen und der bunte, verrückte Karneval! Man hört es richtig singen, klatschen und scheppern! Toll, dass ihr sowas erlebt, danke!

  2. Sind sehr gute Bilder, ich bin mit meiner Frau seit ein paar Wochen in der Casamance und kenne Westafrika relativ gut von meiner Arbeit her. Sehr gelungen war Eure Reise, ihr seid wirklich mutig und neugierig. Weiter so.

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