Namibia: Camping Deluxe und wilde Tiere.

Hallo Namibia, Hallo Zivilisation! 🙂 Wir trauen unseren Augen kaum: das erste GebĂ€ude nach der Grenze ist ein KFC (Kentucky Fried Chicken). Auch sonst ist fĂŒr uns alles einigermaßen unglaublich: top Straßen, solide GebĂ€ude, Tankstellen mit Shops und Geldautomaten, Malls, Fastfood-Tempel, neue Autos… Was uns ĂŒberrascht, ist das hohe Level der KleinkriminalitĂ€t in den StĂ€dten des Nordens. Kaum hat man die ernsthafteren Gefahren West- und Zentralafrikas hinter sich, Ă€rgert man sich jetzt mit Taschen- und Autodiebstahl herum. Auch wir werden einmal von komischen Gestalten im Auto verfolgt, ein andermal versuchen ein paar Gauner auf einem Supermarktparkplatz unseren Toyo zu öffnen (blöd fĂŒr sie, das bei uns immer einer im Auto bleibt). In Afrika wird es einfach nie langweilig. Egal, mit derartigem Kleinkram können wir nach den letzten LĂ€ndern gut leben. Jetzt gönnen wir uns erst einmal eine Woche Urlaub auf einem 5-Sterne Campingplatz mit europĂ€ischem Standard. Zeit fĂŒr Grillen mit alten und neuen Freunden, planschen im Pool und Film schauen. Besonders Nachts wird es nun empfindlich kalt, zum ersten Mal spĂŒren wir den Winter auf der SĂŒdhalbkugel. Dann kommt endlich der heiß ersehnte Besuch aus dem AllgĂ€u! Iris und Sigi (Lukas‘ Vater) fliegen fĂŒr gute zwei Wochen nach Namibia und reisen mit uns durch’s Land. Als Erstes fahren wir drei Tage durch den Etosha Nationalpark. Dabei sehen wir so ziemlich alles, was Afrikas unglaubliche Tierwelt zu bieten hat. In den teuren Camps im Park kommt richtiges Safari-Feeling auf. Am besten gefĂ€llt uns das nĂ€chtliche Warten und Beobachten an den Wasserlöchern. Ein Elefant aus zwei Meter Entfernung oder ein Nashorn beim Trinken sind in der Stille der Nacht noch beeindruckender, als tagsĂŒber. Wir treffen wieder auf Nafiseh und Stef und fahren mit nunmehr drei Autos nördlich durch das Kaokoveld bis an die Grenze Angolas. Unser Ziel sind die Epupa WasserfĂ€lle, wo wir mehrere Tage in traumhaften Luxus-Campgrounds direkt am grĂŒnen, krokodilreichen Kunene-River verbringen. Im nördlichen Namibia ist das Himba-Volk zu Hause, eines der letzten noch ursprĂŒnglich lebenden Naturvölker Afrikas. Jeder kennt besonders die schönen Frauen von Bildern aus Namibia: barbusig, rötliche Körperbemalung, die Haare mit Sand und Fett zu WĂŒrsten gerollt, natĂŒrlicher Schmuck und in Fell gehĂŒllt. Toll! Sehr schön ist auch die weite, wĂŒstige Landschaft. Namibia hat nur etwa 2 Mio. Einwohner und ist dabei mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Hier hat man also viel Platz. Den muss man nur mit den tausenden Touristen teilen, die mit ihren Mietautos durch das Land brettern (ausnahmslos weiße Menschen in weißen Toyota Hilux Pickups mit silbernem Alu-Aufbau und grĂŒnem Dachzelt). Iris und Sigi fallen da mit ihrem Mietwagen komplett aus dem Rahmen: ein silberner VW Polo. Nur blöd, dass die Kiste weder Allrad, noch Bodenfreiheit hat! Trotzdem wollen wir bei der Routenwahl keine großen Abstriche machen. Und so wird der Polo ĂŒber harte Wellblechpisten und durch sandige Flussdurchfahrten getrieben. Nur einmal mĂŒssen wir ihn an unsere Seilwinde hĂ€ngen 😉

Jetzt die Bilder.

2 Kommentare

  1. Tja, gruss zurĂŒck an euch in Berlin von Sigi. Es war herrlich mit den Drimsalar durch Namibia zu dĂŒsen. Das kann ich jedem nur empfehlen. Das Land ist sehr freundlich und im Norden gibt’s keine ZĂ€une, dafĂŒr aber Naturvölker die sehr einfach leben. Der Polo hat ma echt gelitten, er hatte gerade 4000 km runter und ist jetzt gut eingefahren 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.